Gewichtsverlust

Im Basislager angekommen, faengt es an zu hageln. Die eh schon niedrige Temperatur sinkt um weitere 3-4 Grad auf knapp ueber Null, so dass der Hagel eine Weile liegen blieb. Zelt schnell aufgebaut, vier Scheiben Brot gegessen und anschliessend an das Feuer gesetzt.

Gestartet sind wir, 4 Suedkoreaner, 2 Amerikanerinnen und ich, im tropischen Bergregenwald der Virungavulkane auf etwa 2700 Hoehenmetern. Die etwa 5 stuendige Wanderung zum Lager war nicht besonders anspruchsvoll, so dass wir die Flora geniessen konnten. Vier Soldaten zum Schutz vor Bueffeln begleiteten uns. Tiere hatten wir unterwegs jedoch nicht angetroffen. An diesem kalten Abend dachten wir noch, die Besteigung des Karisimbi sei durchaus an einem Tag moeglich. Doch wir irrten uns …

Die Nacht war, trotz komplett angezogen im Schlafsack gelegen, sehr kalt. Um 6 Uhr frueh kamen allmaehlich alle zusammen und eine halbe Stunde spaeter verliessen wir das Camp. Die folgende 4 ½ Std. ging es nur steil bergauf; unterbrochen von Kletterpartien in einer urzeitlich wirkenden Umgebung. Die letzten Hoehenmeter begleiteten uns nur noch Flechten, Moose und Vulkangestein. In dichtem Nebel erreichten wir dann den Gipfel auf knapp ueber 4500 Metern.  Fuer 5 Minuten lichtete es sich ein wenig und wir konnten einen Blick auf die umliegenden Vulkane werfen.

Der Abstieg war nicht gerade einfach. Es war sehr steil und der liegen gebliebene Hagel auf dieser Hoehe machte den Weg rutschig. Zu allem Ueberfluss fing es dann noch leicht zu schneien an. Voellig erschoepft packten wir im Basislager die Zelte ein und begannen den Abstieg. Nach insgesamt 10 Stunden erreichten wir an diesem Tag unser Gaesthaus.

Zuletzt bin ich mit dem Bus (und ohne Fahrrad) in ein grosses Waldgebiet Ruandas gefahren und habe dort mit einem dt. Geographen gecampt. Er schreibt eine Doktorarbeit ueber Oekotourismus in Ruanda und konnte mich ueber die Verwendung des Geldes und vieles mehr aufklaeren (spaeter mehr).

Nach einer 5 std. Wanderung im Park benutze ich mittlerweile das letzte Loch meines Guertels. Daher standen als naechstes 2 Tage Ruhe und Erholung in Butare und Kigali auf dem Programm. Morgen geht es mit dem Bus (und Fahrrad darin) wieder nach Uganda. Spaetestens Uebermorgen fahre ich dann endlich wieder Rad …

KarisimbiWo sind wir hier gelandet?

Werbeanzeigen