Check check check

UnterwegsEndlich habe ich einen Internetzugang gefunden! Die letzten Tage waren ziemlich ereignisreich und Rumaenien wird mir so langsam ziumindest teilweise sympatisch.
Nach meiner Ankunft am Flughafen packte ich meine Taschen und machte das Fahrrad startklar. Schon zu diesem Zeitpunkt fiel mir auf, dass ich so einige Sachen vermisste. Spaeter in einer Pension wurde es zur Sicherheit, dass ich meinen Tacho, saemtliche Radklamotten, Rasierer, Akkus usw. vergessen habe. Mehr Gewicht haette ich am Flughafen jedoch auch nicht haben duerfen.
Die ersten Radkilometer waren ziemlich anstrengend, weil ich einer vierspurigen Hauptstrasse folgen mussste. Spaeter am Tag meinte es der oertliche Wettergott gut mit mir und lies es bei 30 Grad Celsius eine halbe Stunde lang regnen, so dass ich bis auf die Haut nasss war (das ist mir in Uganda/Ruanda nicht passiert).
In den Staedten wird klar, dass Rumaenien ein grosses Problem mit Hunden hat. Mittelerweile wurde ich drei (!) mal von Hunden angegriffen und konnte sie nur durch Schreie und wildes Gestikulieren verscheuchen. Als fast stehendes Hindernis kommen mir die zahlreichen Pferdewagen vor. Autofahrern wird vor Nachtfahrten gewarnt, da die Wagen langsam unterwegs sind und kein Beleuchtung oder Reflektoren besitzen.
Karpaten
Die Gastfreundschaft der Rumaenen ist wirklich toll. Die letzten zwei Tage zeltete ich in Bran, unterhalb des Draculaschlosses. Mein Gastvater kam gleich mit einer Schnapsflasche auf mich zu und die Nachbran luden mich zu Grillfleisch und Bier ein; die letzten Naechte konnte ich gut schlafen … Die Preise fuer Hotels und Pensionen empfinde ich jedoch als zu hoch (zwischen 20 und 25 Euro). Das Essen hingegen ist seht guenstig (2 bis 5 Euro einschliesslich Getraenk).
Von Dracula habe ich noch nicht viel gesehen. Das Grab von Vlad III. war fuer mich nicht zu erreichen und so blieb bisher nur das Draculaschloss in Bran. Ob Vlad III. dort wirklich war, ist nicht nachweisbar. Als Touristenmagnet eignet es sich jedoch hervorragend, wie auch die zahlreichen Verlaufsstaende beweisen. Die Burg wurde wohl von Deutschen (Sachsen) im 14. Jh. gebaut und ein Schwedischer Tourist kommentierte nur, dass das wohl der Grund sei, warum es noch steht.
Draculacastle in Bran
Die Karpaten scheine ich auf dem Weg nach Bran groesstenteils durchquert zu haben. Waehrend einer Passueberquerung war es fuerchterlich am stuermen. Auf der Abfahrt war nach einem Kilometer denn auch die Strasse von einem Erdrutsch verschuettet. Mit dem Fahrrad konnte ich das Schlammfeld jedoch einigermassen heile ueberqueren. Die Landschaft in den Karpaten und auch die dort lebenden Bauern sind mir sehr sympatisch, waehrend die Staedte etwas fremdes und exotisches vermissen lassen.
Erdrutsch

Morgen geht es weiter in Richtung Norden. Viele Gruesse aus dem warmen Rumaenien
Florian

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