„Sammy, der Zug kommt!“

Ach ja, war das Mittelalterfest schoen. An meinem Abreisetag um 5 Uhr kamen denn auch meine jungen englischen Nachbarn vom Fest wieder. Sammy hatte sich kurz vorher in den Pool uebergeben und ich dachte die Jungs seinen deshalb so laut und muessten den Platz raeumen. In Wirklichkeit kam jedoch deren Zug eine Stunde spater und Sammy sah darin keinen Grund seine Sachen zu packen. Irgendwie haben sie es dann geschafft und mir war noch etwas Schlaf gegoennt.

Rumaenisches Gulasch mit Bohnen

Von Sighisoara fuhr ich weiter in den Norden. Die Strassen, auch die kleineren, sind alle gut zu befahren. Im Norden laesst der Verkeht auch immer staerker nach. Insgesamt betrachtet ist das Fahren auf den Strassen, Fahrradwege gibt es nicht, ziemlich gefaehrlich. Im Vergleich zu Afrika sind hier auch einfach viel mehr Autos und LKWs unterwegs. Die Fahrweise der Rumaenen ist ganz schoen agressiv, so bin ich auch an mehreren Unfaellen vorbei gekommen.

Das Land hat mich denn nicht ganz so fasziniert. In den Doerfern sind alte (mittelalterliche) Strukturen weiterhin zu beobachten. Brunnen, Handarbeit auf den Feldern, alte Werkzeuge und die vielen Pferdewagen lassen einen Blick in die Vergangenheit zu.
Dass Rumaenien sich aus vielen verschiedenen Ethnien zusammensetzt, habe ich nicht bemerkt. Vor allem die Sprache war auf dieser Reise ein grosses Problem, um tiefergehende Gespraeche zu fuehren. Englisch koennen eigentlich nur Leute in der Stadt und Franzoesisch oder Spanisch wird von mir nicht gesprochen; ob es wirklich helfen wuerde, wage ich zu bezweifeln.
An einem Morgen habe ich dennoch eine Zigeunerfamilie an einem Fluss getroffen. Mit Haenden und Fuessen konnten wir uns denn ein wenig verstaendigen. Begegenungen dieser Art hat es leider viel zu selten gegeben. Hinzu kommt, dass es im interessanteren Norden fast fuenf Tage hindurch regnete und ich jedes Mal bis auf die Haut nass wurde. Fotos und Gespraeche mochte ich dann nicht mehr machen …

Zigeunerfamilie

Nun habe ich mich dazu entschlossen direkt weiter nach Ungarn zu fahren. Mit dem Zug ging es von Debrecen nach Budapest (vgl. obigen Eintrag), wo ich fuer zei Tage bleiben werde. Da die Formel 1 hier am Wochenende startet, sind bereits jetzt viele Leute hier und die Preise etwas gestiegen. Meine Ferse und Muskeln brauchen jedoch die zwei Tage Ruhe.

Parlament Budapest

Kettenbruecke in Richtung Pest

Bis demnaechst
Flo

Advertisements