Weg in die Wüste

Wir sind Backpacker!

Zur Standardausrüstung unseres Campers der Marke Backpacker gehören zwei Schlafsäcke. Über diese hatten wir in Darwin, bei 20°C in der Nacht, laut gelacht. Spätestens beim Erreichen der Stadt Alice Springs, mitten im Outback und Zentrum Australiens gelegen, bereuten wir keine Wintersachen mitgenommen zu haben. Selbst tagsüber schaffen es die Temperaturen in der Wüste des Red Centre nicht über 18°C hinaus. Nachts sinkt das Quecksilber auf -2°C, so dass uns unangenehm kühl wird.

So sahen die bisher einfachsten Klohäuschen aus.

Bei diesen Temperaturen macht eigentlich nichts Spaß. Entgegen kommt uns, dass die Campingplätze häufig über kostenlose Kochstellen verfügen. So müssen wir unser Kochfeld erst gar nicht aufbauen. Auch sonst sind wir mit unserem Camper sehr zufrieden. Der Motor läuft sehr zuverlässig, der Verbrauch hält sich in Grenzen (bei bis zu 2,14€ pro Liter Benzin im Outback nicht unerheblich) und die Ausrüstung ließ bisher nichts vermissen.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt macht Kochen keinen Spaß. Uns traf es besonders schlimm, weil wir drei Tage zuvor noch milde 20°C nachts hatte.

Am Ziel unserer langen Reise

Auf unserem Weg in Richtung Süden erreichten wir die Wüste des Red Centre. Das Landschaftsbild änderte sich, in dem nun nur noch wenige „Gespensterbäume“ herumstanden und der Boden vor allem vom „Wüstengras“ bedeckt war (letztes Foto bei den Olgas; siehe unten). Mit unserem Camper fuhren wir durch eine leicht hügelige Landschaft, die nach einer Linkskurve plötzlich unser großes Ziel erblicken ließ. In weiter Ferne und doch klar zu erkennen wurde ein riesiger Felsblock von der Sonne beschienen. Wir erblickten den Uluru. In einem für uns riesigen Bogen umfuhren wir die Nordseite des Felsens, ohne das Gefühl zu haben näher heran zu kommen. Dass es sich bei diesem Felsen gar nicht um den Uluru handelt, erfuhren wir erst viel später auf einer Karte. Der Berg, den wir sahen war der Mount Conner; nur mit einem Allradfahrzeug zu erreichen.

Aus der ferne bereits zu erblicken und von uns fälschlicherweise für den Uluru gehalten, der Mount Conner.

Nach über 100 km erreichten wir dann den Ausgangspunkt für alle Touren in den Nationalpark des Uluru, den wir nun endlich wirklich sahen. Wir campten am Rande einer Sanddüne auf einem Campingplatz (Bild oben beim Kochen). Am frühen Abend genossen wir mit ca. 100 anderen Menschen den Sonnenuntergang.

Der Uluru bei Nacht. Langzeitbelichtung (ca. 1,5 Minuten) von einem nahe gelegenen Hügel aus.

Am folgenden Tagen wanderten wir am Uluru, der auf verschiedenen Routen die Bedeutung des Berges für die Aborigines erklären.

Die Besteigung des Uluru wird von den Aborigines abgeleht, weil bereits 35 Menschen an diesem Berg ihr Leben ließen.
Bei günstigen Bedingungen wird die Besteigung jedoch geduldet und gespannte Seile erleichtern den teilweise steilen Aufstieg an der Flanke.

Schlucht, an deren Ende sich ein Wasserloch befindet.

Neben dem Mount Conner und dem Uluru gibt es noch eine Ansammlung mehrerer aus dem Boden schauender Berge, den Olgas. Ich konnte mit diesen nicht viel anfangen. Der Vollständigkeit halber ein paar Fotos.

Blick über die Wüstenlandschaft; im Vordergrund das zähe Wüstengras Spinifex, im Mittelgrund die von mir benannten Geisterbäume und im Hintergrund (Mitte) die Olgas.

Nach den letzten sehr kalten Nächten geht es in einem Rutsch ca. 1200 km in den Norden, zurück zu den heißen Quellen Bitter Waters (siehe Video im letzten Beitrtag). Anschließend bleibt uns noch ein kleinerer Nationalpark zur Erkundung, der Litchfield NP.

Beste Grüße
Florian

Advertisements

Ein Gedanke zu “Weg in die Wüste

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.