Letzte Abenteuer

Schrägster Pub der Welt

Auf unserer Rückreise in den Norden durchquerten wir zum zweiten Mal das so genannten Outback. Wirklich verlassen kamen wir uns nicht vor und es gab regelmäßig Rastplätze und Dörfer. Regelmäßig heißt aber dennoch, dass an manchen Orten die nächste Stadt / das nächste Rasthaus über 150 rettende Kilometer entfernt war. Eine kleine Entdeckung machten wir in der Häuseransammlung Daly Waters. Neben der Tankstelle hatte das Örtchen noch den skurrilsten Pub, den ich bisher gesehen habe. An allen Wänden hingen hunderte Führerscheine, Pässe und andere Ausweise. Die Deckenbalken waren mit diversen Kleidungsstücken bestückt (vergleiche Foto). Hier in Mitten des Niergendwo muss man mal eine Rast gemacht haben …

Pup in Daly Waters.

Wer findet Australiens schnellsten Hexenbesen in dem Bild?

Waldbrände

Ich hatte schon einmal über die Buschfeuer geschrieben. Mittlerweile begegneten wir häufiger Feuern, teilweise richtig großen Bränden, so dass die Straße aufgrund von dickem Qualm kaum zu sehen war. An einigen Stellen war die Situation bereits katastrophal.

Brandgefahr-Anzeige im Outback. Die Nadel steht bereits auf katastrophal!

Neben Roadtrains behindern manchmal auch Schwertransporter die Fahrbahn …

Litchfield: Wasserfälle, Termiten & Flughunde

Das hatte ich nicht mehr erwartet. Die Fahrt zum Litchfield-Nationalpark gestaltete sich als sehr dröge. Vertrocknete Gräser, Sträucher und Bäume, eine erbarmungslos brennende Sonne und staubige Pisten. Unterwegs machten wir in einem Gebiet mit heißen Quellen halt. Bereits auf der Karte waren die Straßen größtenteils nur für Allradfahrzeuge ausgegeben. Dennoch versuchten wir auf einer sehr rauen Sandpiste zu fahren und scheiterten vor einem tief aussehenden Bach. Enttäuscht, aber nicht gewillt das Risiko eines Schadens einzugehen, kehrten wir um.

Florence Wasserfall

Auf den letzten Campingplätzen waren kaum Tiere zu sehen und hören. Bis wir nun endlich den Litchfield-Nationalpark erreichten und auf wunderschönen in der Natur gelegenen Campingplätzen übernachteten.

Wallaby mit Baby im Beutel.

Nachdem wir uns einen geeigneten Platz ausgesucht hatten (mal sind feste Buchten vorgegeben, mal stellt man sich irgendwo auf ein freies Feld), bezahlten wird den Platz, indem wir den Betrag in einen Umschlag gaben und diesen in einen Briefkasten warfen. Die sanitären Einrichtungen sind zwar einfach, werden aber täglich gereinigt. Leider sind diese in der Natur gelegenen Plätze eher klein. Wir mussten also sehr früh ankommen und uns einen Platz sichern. Nicht wenige reservieren sich mit Stühlen und Tischen die besten Plätze.

Briefkasten für die Campinggebühr.

Nun aber zurück zu der tollen Umgebung. An den Wangi-Wasserfällen ist die Vegetation im Umkreis von 200 Metern üppig tropisch. Die Farben sind leuchtend grün und viele Tiere, vom Wallaby bis zum exotischen Vogel, halten sich hier auf. Besonders fasziniert waren wir von einer Kolonie Flughunde, die sich in den Baumwipfeln aufhält und auch tagsüber für ordentlichen krach und umliegenden Gestank sorgte.

Wangi Wasserfälle

Flughunde im Baum.

Sonnenuntergang über dem Litchfield-Nationalpark.

Darüber hinaus konnten wir große Termitenhügel bestaunen. Eine besondere Art baut ihre Burgen streng in Nord-Süd-Ausrichtung, damit sich der Bau in der Mittagssonne möglichst wenig aufheizt.

Termitenburg im Größenvergleich.

Auf den letzten Metern nach Darwin besuchten wir einen Krokodilpark, in dem sowohl Süßwasserkrokodile, als auch Salzwasserkrokodile vorkommen. Auf einer geführten Tour erhielten wir noch einmal viele Informationen. Die Hauptattraktion ist jedoch die Fütterung der teilweise unglaublich riesigen Salzwasserkrokodilmännchen. An einem Seil hängende Fleischbrocken wurden den Tieren so dargeboten, dass diese aus dem Wasser springen mussten, um sie zu erreichen.

Zur Paarung und Eiablage leben einige Crocs in diesen kleinen Gehegen. Bei der Fütterung zeigten die Männchen ihre Größe.

Nun sind jedoch die Tage gezählt und der Camper wurde beim Veröffentlichen dieses Beitrags bereits zurückgegeben.

Letztmalig viele Grüße von Down Under,
Florian

Nachthimmel im Naturcampingplatz.

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