Tag des offenen Denkmals

Am heutigen 9.9.2012 fand in Deutschland der Tag des offenen Denkamls statt. Mich zog es nach Köln, um das Judenviertel und die Kirche Groß St. Martin zu besichtigen.

Die Ausgrabungen im Judenviertel schreiten voran. In einigen Jahren soll hier ein Museum entstehen.

Judenviertel Köln

Die Mikwe, das jüdische Ritualbad, wurde erst 1956 wiederentdeckt. Heute wird sie nur noch von Touristen besucht und dient nicht mehr rituellen Waschungen. Das Dach der Mikwe ist eine Glaspyramide. Aufgrund der starken Sonneneinstrahlung und sehr geringen Belüftung bildete sich ein für die Bausubstanz schädliches Klima. Daraufhin musste das Dach 2008 abgedeckt werden.An den Wänden sind noch Reste der Beschädigungen zu sehen.

Links neben dem Dom steht die romanische Kirche Groß St. Martin. Das Gelände, auf dem die Kirche heute steht, wurde bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. von den Römern bebaut. Aufgrund der Ausmaße und den archäologischen Funden geht man davon aus, dass es sich zunächst um einen Sportplatz mit Schwimmbad handelte. Im 2. Jahrhundert wurde das Gelände aufgeschüttet und man baute vier Lagerhallen. Erst im 10. Jahrhundert baute man die erste Kirche auf dem ehemaligen römischen Gelände.

Reste des römischen Schwimmbades.

Römische Mauern in den Katakomben von Groß St. Martin.

Ein Besuch Kölns lohnt sich immer. Am heutigen Tag des offenen Denkmals wurden darüber hinaus viele kostenlose Führungen angeboten, die einen tieferen Einblick in viele interessante Gebäude zuließen.

Bis dann
Florian

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