Rund um Köln – eine runde Sache?

Am Ostermontag bin ich zum ersten Mal beim Jedermannrennen „Rund um Köln“ gestartet. Die Anreise mit dem Zug klappte hervorragend. Teamkollege Winfried war mit am Start und zusammen holten wir uns eine Stunde vor Beginn des Rennens unsere Startunterlagen ab. Die Organisation war an dieser Stelle schon sehr gut und lief reibungslos.

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Angemeldet waren wir für die kleine Runde (67 km). Kurz nach dem Start wurde bereits ein hohes Tempo um die 50 km/h angeschlagen. An der ersten Steigung zog sich das Feld dann auseinander und ich konnte bereits Fahrer aus vorderen Blöcken überholen.

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Darauf folgte erst einmal ein kurzer Schauer. Auf der nassen Fahrbahn wurden die Kurven bei dem hohen Tempo zur Gefahr. Bei Kilometer 34 erwischte es dann ca. 30 Meter vor mir einen Fahrer. In einer 90° Kurve kippte mein Vordermann weg und rutschte über den Asphalt. Ich musste mich im Bruchteil einer Sekunde entscheiden: Fahre ich über den Gestürzten oder weiche ich nach links über eine Verkehrsinsel aus? Ich habe mich für die zweite Möglichkeit entschieden und rechnete schon damit über den Lenker zu fliegen. Mit dem ganzen Gewicht nach hinten verlagert knallte ich auf den Bordstein und kam mit angezogenen Bremsen vor einem Abspergitter zum Stehen. Überrascht, den beinahe Sturz unbeschadet überstanden zu haben, sammelte ich mich und überprüfte mein Rad. Zuschauer an der Seite riefen bereits: „Komm Junge, ab aufs Rad und weiter!“ Mit einer 8 im Vorderrad konnte ich die Strecke dann nur noch „schleichend“ beenden.

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Sch*** Regen

Bevor ich jedoch ins Ziel rollte, mussten noch zwei starke Steigungen überwältigt werden. Vor allem das Kopfsteinpflaster in Bensberg wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Auf dem rutschigen Boden lagen Flaschen, Tachos und gestürzte Radfahrer. Dennoch riefen vereinzelte Fahrer „Platz da!“, weil sie die Steigung hinauf fuhren, anstatt zu Fuss zu gehen.

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Am Schluss rollte ich mit einem Schnitt von etwa 35 km/h ins Ziel. Kollege Winfried kam 4 Minuten später unbeschadet herein.

Ganz rund lief es für mich also nicht und dennoch machte mir der abwechslungsreiche Kurs großen Spaß und die Organisation war top. Bis zum nächsten Rennen muss aber erst einmal ein neues Vorderrad her …

Bis denn
Florian

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