Achtung Baer!

„Achtung, dort an den Muelltonnen kommt ein Baer.“ 21 Uhr machen wir uns zu viert auf um nach Baeren zu suchen. Natuerlich sind wir nicht die einzigen; auch andere Touris haben sich in ein Taxi gesetzt und kreisen nun in Racadau herum. Dieses Stadtgebiet liegt direkt neben einem Wald wo sich die Baeren auch wegen des Nahrungsangebotes praechtig vermehren.

Auf den Strassen spielen noch Kinder Erwachsene gehen mit ihren Hunden spazieren. Dann rief uns der Fahrer die Sichtung eines Baeren zu. Innerhalb von zwei Minuten kletterte das Weibchen auf eine der Muelltonnen und verschwand mit einer Plastiktuete in den Wald wo ein Junges bereits auf sie wartete. Nur hier leben die Menschen wohl so dicht neben so wilden Tieren. Direkt nach dem naechtlichen Besuch kamen Leute und luden ihren Muell ab. darueber hinaus waren schreie von Kaempfen zwischen den Baeren und Hunden und Baeren zu hoeren. Ziemlich gruselig nicht zu wissen was als naechstes aus dem Wald kommt.

Jetzt fehlen nur noch Woelfe die jedoch viel schwieriger zu finden sind; mal sehen …

Auf besondere Satzzeichen habe ich mal verzichtet weil ich auf einer franzoesischen Tastatur eines Belgiers schreiben musste.
Bis denn und gute Nacht
Flo

Brasov / Racadau

Achtung Baer!

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Nachtrag

Nun bin ich von einer kleinen Stadterkundung zurueck. Ich befinde mich zur Zeit in Brasov und komme in einem Hostel voll mit anderen Touris unter. Mit ueber 20 Leuten teile ich mir ein grosses Zimmer, zahle jedoch nur 10 Euro einschliesslich Fruehstueck und freien Internetzugang, juhuuu!
Hier nun vor allem noch ein paar Fotos. Unteranderem von Targoviste, wo Vlad III. seinen Regierungssitz hatte und regelmaessig Pfaehlungen durchfuehren liess.

Erstes Foto kurz hinterm Flughafen

 

Friedhof

 

Stadt unterwegs

 

Pferdewagen

 

Regierungssitz von Vlad III. in Targoviste

 

Unterwegs in den Karpaten

Heute Abend gehe ich denn noch auf Baerenjagt. Brasov ist dafuer bekannt, dass unmittelbar zur Stadt Woelfe und Baeren leben. Abends kommen vor allem Baeren in die Stadt, um dort in den Abfaellen nach Futter zu suchen. Das Hostel bot mir einen Fahrer an, der mich zu dem Ort bringt. Ich vermute dahinter schon eine Art Touristenattraktion. Wahrscheinlich werden die Baeren extra angefuettert, damit man sie nicht umstaendlich in den Waeldern suchen muss … mal schauen, vielleicht schreibe ich heute Abend oder morgen frueh einen kurzen Bericht.

Bis denn
Florian

Check check check

UnterwegsEndlich habe ich einen Internetzugang gefunden! Die letzten Tage waren ziemlich ereignisreich und Rumaenien wird mir so langsam ziumindest teilweise sympatisch.
Nach meiner Ankunft am Flughafen packte ich meine Taschen und machte das Fahrrad startklar. Schon zu diesem Zeitpunkt fiel mir auf, dass ich so einige Sachen vermisste. Spaeter in einer Pension wurde es zur Sicherheit, dass ich meinen Tacho, saemtliche Radklamotten, Rasierer, Akkus usw. vergessen habe. Mehr Gewicht haette ich am Flughafen jedoch auch nicht haben duerfen.
Die ersten Radkilometer waren ziemlich anstrengend, weil ich einer vierspurigen Hauptstrasse folgen mussste. Spaeter am Tag meinte es der oertliche Wettergott gut mit mir und lies es bei 30 Grad Celsius eine halbe Stunde lang regnen, so dass ich bis auf die Haut nasss war (das ist mir in Uganda/Ruanda nicht passiert).
In den Staedten wird klar, dass Rumaenien ein grosses Problem mit Hunden hat. Mittelerweile wurde ich drei (!) mal von Hunden angegriffen und konnte sie nur durch Schreie und wildes Gestikulieren verscheuchen. Als fast stehendes Hindernis kommen mir die zahlreichen Pferdewagen vor. Autofahrern wird vor Nachtfahrten gewarnt, da die Wagen langsam unterwegs sind und kein Beleuchtung oder Reflektoren besitzen.
Karpaten
Die Gastfreundschaft der Rumaenen ist wirklich toll. Die letzten zwei Tage zeltete ich in Bran, unterhalb des Draculaschlosses. Mein Gastvater kam gleich mit einer Schnapsflasche auf mich zu und die Nachbran luden mich zu Grillfleisch und Bier ein; die letzten Naechte konnte ich gut schlafen … Die Preise fuer Hotels und Pensionen empfinde ich jedoch als zu hoch (zwischen 20 und 25 Euro). Das Essen hingegen ist seht guenstig (2 bis 5 Euro einschliesslich Getraenk).
Von Dracula habe ich noch nicht viel gesehen. Das Grab von Vlad III. war fuer mich nicht zu erreichen und so blieb bisher nur das Draculaschloss in Bran. Ob Vlad III. dort wirklich war, ist nicht nachweisbar. Als Touristenmagnet eignet es sich jedoch hervorragend, wie auch die zahlreichen Verlaufsstaende beweisen. Die Burg wurde wohl von Deutschen (Sachsen) im 14. Jh. gebaut und ein Schwedischer Tourist kommentierte nur, dass das wohl der Grund sei, warum es noch steht.
Draculacastle in Bran
Die Karpaten scheine ich auf dem Weg nach Bran groesstenteils durchquert zu haben. Waehrend einer Passueberquerung war es fuerchterlich am stuermen. Auf der Abfahrt war nach einem Kilometer denn auch die Strasse von einem Erdrutsch verschuettet. Mit dem Fahrrad konnte ich das Schlammfeld jedoch einigermassen heile ueberqueren. Die Landschaft in den Karpaten und auch die dort lebenden Bauern sind mir sehr sympatisch, waehrend die Staedte etwas fremdes und exotisches vermissen lassen.
Erdrutsch

Morgen geht es weiter in Richtung Norden. Viele Gruesse aus dem warmen Rumaenien
Florian

„Nur deswegen gibt es noch Vampire, weil einfach niemand glaubt, dass es welche gibt…“ (Bram Stokers Dracula)

Die Suche nach Dracula kann beginnen. Knoblauch, Holzpflock und Weihwasser sind verpackt. Es gibt Legenden, nach denen Vlad III. Draculea noch immer in der Wallachei herumspuken soll; wenn es ihn oder Vampire gibt, werde ich sie finden …

Das Gepäck habe ich stark reduziert. 30kg einschließlich des Fahrrades müssen ausreichen, denn alles darüber hinaus muss ich am Flughafen bezahlen. Meine Reiseplanung sieht vor möglichst noch am Ankunftstag mit dem Fahrrad in Richtung Norden zu fahren. Das erste Ziel ist die Grabstätte des Woiwoden (Fürsten) Vlad III. in Snagov.

Etwas zum geschichtlichen Hintergrund habe ich bereits in den zukünftigen Bericht unter der Rubrik Exkursionen eingefügt. Es handelt sich lediglich um einen kurzen Abriss der rumänischen Geschichte und Informationen zur historischen Figur Vlad III.

Was wird mich erwarten? Vielen Dank an Stefan, der mir seine Rumänienfotos zur Verfügung stellt …

Sobald ich unterwegs bin und Internetcafes finde, werden hier regelmäßige Berichte und hoffentlich auch Fotos veröffentlicht.

So long
Flo

Auf der Suche nach Dracula

Dem obigen Titel ist das nächste Projekt abzulesen. Im Sommer geht es im Flugzeug nach Rumänien; natürlich kommt mein Fahrrad mit ;-). Über Transsylvanien, auch Siebenbürgen genannt, und die Karpaten möchte ich über Ungarn bis nach Wien fahren; so weit die Beine tragen …

Mein letztes Projekt wurde vor einigen Monaten abgeschlossen, d.h. auf meiner Homepage findet sich ein kleiner Bericht mit Fotos.

Nach dem knackigen Winter beginnt die Sport-Saison wieder und ich werde versuchen auch aus diesem Bereich über ein paar Dinge zu berichten.

Ich wünsche allen einen schönen Frühling!
Florian

Neues Projekt

Die Fotos aus Uganda und Ruanda wurden entwickelt und werden im Winter zu einer kleinen Multivisionsshow (wow tolles Wort, das für digitale Diashow steht) zusammengestellt.

In den letzten Wochen wurde ich auf eine für mich neue Gegend aufmerksam gemacht. Vielleicht lässt sich das Projekt bereits 2010 umsetzen. Hinweise zur Region sind auf meiner Homepage zu finden …