Buchempfehlung – Farin Urlaub: Unterwegs 3 und 4

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Farin Urlaub war mir lange Zeit nur als Musiker der Band Die Arzte bekannt. Auf der Suche nach Informationen zu seiner Person begegnete mir ein Hinweis zu seinem Fotobuch Unterwegs 3 und 4. Zu meiner Überraschung war es gar nicht Urlaubs erster Bildband, sondern bereits der dritte und vierte. Denn tatsächlich erschienen bereits Indien & Bhutan – Unterwegs 1 und Australien & Osttimor – Unterwegs 2 . Beide Bücher sind aktuell nur noch gebraucht und zu teilweise absurden Preisen zu erhalten.

Das aktuelle Buch ist nicht günstig, dafür jedoch als limitierte, signierte und in einem stabilen Schmuckschuber untergebrachte Sonderausgabe zu kaufen. Neben dem tollen Äußeren bietet auch der Inhalt viel. So handelt es sich bei der Ausgabe um zwei Fotobücher. Im ersten Buch geht es um die Reise vom Mittelmeer zum Golf von Guinea. Im zweiten vom Golf von Guinea nach Sansibar. Unterwegs macht Farin Urlaub halt in vielen verschiedenen afrikanischen Ländern und portraitiert meistens einen besonderen Schwerpunkt in seinen Büchern.

Eingeleitet wird jedes Kapitel / Land mit erzählungen und Gegebenheiten der Reise. In Namibia verschlägt es Urlaub zum Beispiel in ein Dorf der Himba. Jedoch nicht in eines, das regelmäßig von Touriaten besucht und bezahlt wird. Da Urlaub und seine Begleiter mit dem eigenen Wagen unterwegs sind, nehmen sie immer wieder Menschen mit, die eine Mitfahrgelegenheit suchen. So kommt es zu einem sehr persönlichen Kontakt zu zwei Himba Frauen, die ihn in ihr Dorf einladen. Die teils witzigen und teils anekdotischen Geschichten über seine Reise, verleihen den Fotografien den letzten Schliff.

Komme ich noch zu den Fotografien, die im Fotobuch nun mal den größten Raum einnehmen. Auch diese sind von sehr guter Qualität. Technisch wurden die Bilder mit einer analogen Mittelformatkamera gemacht und lassen keine Wünsche offen. Verglichen mit anderen Fotobüchern von professionellen Fotografen fehlt den Bildern teilweise die letzte Brillianz bzw. Aussage. Nicht jedes Foto finde ich beeindruckend und einmalig. In Kombination mit den Texten und dem Thema der Reise machen sie dennoch Sinn.

Fazit: Ein tolles Fotobuch mit interessanten Begleittexten. Wer mehr über den afrikanischen Kontinent erfahren möchte und den gerechtfertigten hohen Preis nicht scheut, sollte Farin Urlaubs Reise folgen.

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Buchempfehlung – Andreas Klotz et al.: Perle Afrikas – Impressionen aus Uganda

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Vor drei Jahren nahm ich das 208 Seiten lange Buch aus seinem Schuber und wurde von dessen angenehmen Bezugsstoff mit Prägung überrascht. Die acht amateur und semi-professionellen Fotografen machten nicht nur bei der Buchpräsentationen einen sehr guten Job, sondern auch auf ihrer knapp zwei wöchigen Rundreise durch Uganda. 

Das Buch ist in die vier Themenbereiche Land & Leute, Ruwenzori, Safari und Berggorillas unterteilt. Jeder Themenbereich wird mit einigen Informationen eingeleitet. Das Highlight sind die ausgewählten Fotografien, die die Tier- und Pflanzenwelt gut wiedergeben. Der Untertitel „Impressionen aus Uganda“ deutet schon darauf hin, dass es sich um einen Querschnitt handelt und die Themen „nur“ oberflächig portraitiert werden. Dennoch oder gerade deshalb nehme ich das Buch immer wieder gerne in die Hand und zeige es Freunden und Bekannten.

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Buchempfehlung – Tommy Jaud: Hummeldumm

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Klappentext: „Ein Höllentrip zwischen Feldbett und Funkloch! 9 Trottel mit albernen Sonnenhüten. 271 gar nicht mal so wilde Tiere. 3877 Kilometer Schotterpiste im Minibus. Und weit und breit kein Handynetz. „Ich drückte meine Nase ans Busfenster und blickte hinaus ins weite Land. Die Namibier winkten uns und lachten. Klar lachten sie, sie waren ja frei. Wir nicht. Wir waren die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolonialzeit.““

Kurzweiliger Roman, der endlich mal auf Reisegruppen eingeht, die in 14 Tagen durch ganz Namibia fahren, ohne das Land auch nur im Entferntesten kennnzulernen. Der Humor ist teilweise etwas Platt und der Plot vorhersehbar. Als Lektüre für zwischendurch aber sehr zu empfehlen. Besonders Menschen, die eventuell eine Gruppenreise planen, sollten dieses Buch zuvor gelesen haben. Kleine Wendungen in der Geschichte und einige schöne Phrasen, die schmunzeln lassen, machen das Buch interessant.

So long
Florian

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Buchempfehlung – Jimmy Nelson: Before they pass away.

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Neulich stand ich in der Buchhandlung meines Vertrauens und erblickte auf einem Rednerpult einen aufgeschlagenen Wälzer mit dem nebenstehenden Cover und dachte wow, was ist denn das?

Das Buch „Before they pass away“ vom Fotografen Jimmy Nelson packte mich von der ersten Seite an. Auf über 420 Seiten werden größtenteils atemberaubende Fotografien präsentiert. Manche Doppelseite lässt sich ausklappen und dadurch um ein Drittel der Größe erweitern. Porträtiert werden 31 „bedrohte“ Kulturen, denen jeweils ca. 21 Seiten gewidmet werden.

Jimmy Nelson reiste zwei Jahre lang von einem kleinen Team begleitet zu verschiedenen Stammeskulturen überall auf der Welt. Dort verbrachte er jeweils ca. 2 Wochen und fotografierte mit einer Mittelformatkamera. Sehr hoch rechne ich ihm an, dass er scheinbar nur mit dem zur Verfügung stehendem Licht fotografierte und künstliche Lichtquellen größtenteils vermied. In Videos erscheint Jimmy Nelson sehr eloquent, der für seine Sache brennt und dadurch sehr kurzweilige Vorträge hält. Schade finde ich, dass seine Fotografien fast ausnahmslos inszeniert sind. Die Ergebnisse sind zwar genial, lassen jedoch den Alltag der Menschen und ihre Lebenswelt zu kurz kommen.

Wie auch immer man dazu steht, dass ein Fotograf nur kurze Zeit bei einem Stamm verbringt und seine Fotos größtenteils inszeniert. Die Ergebnisse finde ich beeindruckend.

Hinweis: Es gibt verschiedene Versionen dieses Buches, die sich im Umfang und im Preis unterscheiden. Mit einem Klick auf das obige Foto kommt man zu der von mir rezensierten Version auf Amazon. Bei einem Kauf über den Link wird meine Seite von Amazon finanziell unterstützt.