Vulkanausbruch!

Unsere letzten Tage auf Sizilien waren ziemlich ereignisreich. Direkt an der Küste lag unser Zeltplatz mit Blick auf die Liparischen Inseln, zu denen auch die Insel Stromboli gehört.

Die Hauptsaison hat noch nicht angefangen, so dass nur sehr wenige Touristen unterwegs waren. Die Fahrt zur Insel haben wir selbst organisiert und gleich eine Nachtwanderung auf den Stromboli gebucht. Wie sich herausstellte darf man auf den Etna tatsächlich doch alleine wandern, während es auf Stromboli nur bis ca. 400 Höhenmetern erlaubt ist. Unser Bergführer Andrea erzählte, dass der Stromboli 6 bis 8 Ausbrüche am Tag hat. In den letzten Tagen wurden jedoch 12 Ausbrüche pro Tag gezählt. Damit gehört er zu den aktivsten Vulkanen auf der Erde.

Auf der Nachtwanderung ging es vom Dorf etwa 900 Höhenmeter hinauf. Kurz vor dem erreichen des Kraterrandes gab es eine laute Erschütterung und auf unserer rechten Seite konnten wir dicke  rot glühende Gesteinsbrocken durch die Luft fliegen sehen. Am Kraterrand durften wir uns etwa eine Stunde dort aufhalten. Mit Stativ und Fotokamera ausgerüstet hieß es nun auf eine weitere Eruption zu warten. 200 Meter von uns entfernt ereigneten sich dann noch drei bis vier weitere kleine Ausbrüche. Einfach unbeschreiblich, mit welcher Kraft die Brocken in die Luft geschleudert werden. Ein sehr mulmiges Gefühl bekamen wir, als der Kraterrand zu schwanken anfing … völlig verrückt!

Für die Fahrt nach Hause benötigten wir drei Tage mit Übernachtungen in Rom und Mittenwald. Insgesamt war es eine äußerst gelungene Reise mit unvergesslichen Eindrücken und viel Spass …

Bis zur nächsten Reise
Winfried und Florian


Stromboli

Vulkanausbruch am Stromboli

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Die erste Radtour

Hallo liebe Radsportfreunde!

Tja, dass war nun endlich unsere erste, langerwartete Radtour und das sofort in den Bergen. Na ja, wir haben es so gewollt, das heisst, ich hab es so gewollt. (musste Florian dazu ueberreden, er wollte so schnell wie moeglich an den warmen Strand). Hier auf 1000 m Hoehe war es schon etwas frisch. In meinem Leichtsinn sprach ich auch von moderaten Steigungen! Das Problem war auch; von unserem Hotel ging es sogleich lustig bergan…..und hoerte erst auf als wir oben waren. Waerend Florian munter trampelte, brauchte ich (als Flachlandtiroler) erst einmal 6 km um meine Atmung zu stabilisieren. Als das endlich geschehen war, rutschte ich zunaechst einmal beim schalten (schon im Wiegetritt) ab und schlug mit dem Oberschenkel kraeftig vor den Lenker. Na ja, dann gings erst mal, bis dann (schon) bei km 10 die Rueckenschmerzen anfingen(und nicht mehr aufhoerten). Schliesslich kam ich doch 7 Minuten spaeter als mein junger Sportsfreund oben an. Das sind 21 Sekunden pro Lebensalterjahr mehr als beim Florian, geht doch, oder????? Dann noch die berauschende Abfahrt(bis 70 km/h). Ob ihr es glaubt oder nicht, es hat trotzdem Spass gemacht. Was, ihr glaubt es nicht? Selbst schuld!

also dann bis zum naechsten Mal, Euer Winfried

An Heinz: Die Rauchwolken waren gut nur von oben zu sehen. Der Grund koennte vor allem die Windrichtung sein. Wenn wir gleich um den Etna fahren, sehen wir die Rauchwolken vielleicht. Die Aktivitaet ist zur Zeit nicht besonders stark, keine Lava zu sehen.

 

Vor dem Start

 

 

Aufstieg

 

 

Aufstieg

 

Am Etna

Ueberfahrt

Die Ueberfahrt nach Sizilien hat uns einiges an Zeit gekostet, weil einfach so viel los ist. Es fuhren mehrere Faehren gleichzeitig vom Festland zur Insel und zurueck. Waehrend der Ueberfahrt suchten wir uns einen Campingplatz nahe des Etna. Leider war der Platz noch geschlossen und wir zogen in ein benachbartes Hotel, von dem ich heute schreibe.

Am Etna wollten wir eigentlich mit einem Bergfuehrer den Vulkan besteigen. Aufgrund zu geringer Teilnehmerzahl mussten wir die Besteigung (illegal?) selbst durchfuehren. Mit der Seilbahn und einem Bus wurden wir auf etwa 2300 Meter gebracht. Von dort trennten wir uns von unserer Gruppe, was niemanden interessierte und bestiegen mehrere Krater auf eigene Faust. Unvergesslich bleibt uns die Spitze eines Kraters auf ca. 3300 Metern. Der Blick in die Tiefe zeigte uns die Erde vor Millionen von Jahren. Beissender Schwefelgeruch und dicke Rauchwolken machten die Wanderung nicht ganz leicht. Der Blick in die Urzeit entschaedigte jedoch voll und ganz. Lediglich Lava konnten wir nicht erblicken …

Aufstieg

Winfried am Kraterrand

Etna

Blick auf erloschene Krater des Etna

Wie auf den Fotos zu erkennen ist, liegt auf der Spitze des Etna noch eine Menge Schnee. Tatsaechlich wurden hier Skilifte gebaut und heute auch genutzt. Die Vulkanspitzen sind wieder schneefrei, weil der Vulkan als Ganzes ziemlich aktiv ist.

Morgen wollen wir den Etna bis zur Basisstation (1900 Meter) mit dem Rennrad bezwingen. Die Strasse dort hoch ist nur wenig befahren und die Steigung zieht sich ueber mehrere Kilometer, sollte aber nicht ganz so schlimm sein (hoffen wir ;-).

Bis hierher soll es genuegen.
Viele Gruesse
Winfried und Florian

Besteigung des Vesuv

Rom haben wir verlassen und sind nun in Pompeji. Gerade einmal 200 Meter von der wiederentdeckten Stadt entfernt schlugen wir unser Zelt auf und erfreuten uns an angenehmen 26 °C.Die Ueberreste sind wirklich erstaunlich und vermitteln einen guten Eindruch ueber das damilige Leben.

Pompeji

Dreimal den Vesuv mit dem Rennrad hinauf. Natuerlich nicht wir, sondern Einheimische beim Bergtraining …

Heute fuhren wir 1000 Hoehenmeter von insgesamt etwa 1280 Metern des Vesuv mit dem Auto hinauf. Bis zum Kraterrand dauerte der steile Aufstieg etwa 40 Minuten. Selbst dort oben gab es noch einige Billiglaeden, die ihre Plastikvulkane und T-Shirts anboten.

Morgen werden wir Sizilien erreichen und den Etna (ueber 3000 Meter hoch!) und Stromboli angehen.

Viele Gruesse
Winfried und Florian

Vesuv

Vesuv

Auf der Suche nach dem Sommer

Wir, Winfried und ich, haben den Sommer gefunden! Nach ueber 15 Stunden reiner Fahrzeit und 1527 km sind wir heute frueh in Rom angekommen. Dank des Campingfuehrers fanden wir schnell einen Campingplatz und haben uns bereits ausgibig Rom angsehen.

Bis hierhin hatten wir nicht einen einzigen Stau; selbst Baustellen blieben uns groesstenteils erspart. Aber: bei Mittenwald fiel das Thermometer auf 1 °C, rechts und links lag Schnee und es fing zu schneien an. Ab dem Brenner kamen wir wieder gut vorwaerts.

Morgen werden die Fahrraeder zusammen gebaut und wir wollen eine Tour rund um Rm unternehmen. In zwei Tagen werden wir nach Neapel fahren und die ersten Vulkane besteigen.

Viele Gruesse an alle
Winfried und Florian

P.S. Wir hatten heute bei 23°C nur Sonnenschein!

Rom