Silence of Angkor

Ein Nachtrag meiner Reise im Jahr 2011.

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Update!

1. Nun ist er fertiggesellt! Meine / unsere bewegten Eindrücke von der Transalp 2011. Für die hochauflösende Version bitte auf Vimeo klicken (neues Fenster öffnet sich!).

2. Darüber hinaus gibt es in der Kategorie „Filme“ „Asien“ einen Beitrag zur Frage „Wie schmeckt eine Tarantel?“; viel Spaß!

3. In der Kategorie „Fotos“ befinden sich bereits die Bilder der letzten Reise.

Gruß
Florian

Thaimassage mit Happy End

Wieder Zuhause! Drei kostenlose Programme speziell zur Fotowiederherstellung habe ich ergebnislos ausprobiert. Erst das kostenlose Programm „Recuva“, zur Wiederherstellung allgemeiner Daten, war erfolgreich, so dass ich meine Fotos und Videos glücklicherweise retten konnte.

Kleiner Nachtrag zum Tubing. In Vang Vieng lassen sich die Touris den Fluss hinuntertreiben. Teilweise starkt alkoholisiert sollen die letzten 11 Tage, als ich da war, 4 Menschen ertrunken sein. Ob die Zahlen nun stimmen oder nicht, ertrunken sind hier bereits mehrere Menschen. Dennoch fand auch jetzt, zur Regenzeit, das Spektakel statt. Noch in der Dunkelheit konnte ich vereinzelt Leute auf dem Fluss sehen, die große Mühe hatten das Ufer zu erreichen. Ein Australier wies darüberhinaus darauf hin, dass das Abwasser der Stadt und umliegenden Dörfer in den Fluss gehen … viel Spaß beim Tubing.

Auf zum Tubing ...

Gemütliches Dahintreiben.

Wieder in Bangkok wohnte ich für ca. 5 Euro hinter der berühmten Kaosan Road. Hier treffen sich die Traveller und planen ihre Reise oder lassen am Ende einer solchen noch einmal die Sau raus …

Kaosan road.

Ein Themenbereich hatte ich bisher ausgelassen und mir fuer den Schluss aufgespart: Sex, Drogen & Rock`n`Roll!
Zumindest die Prostitution und der Konsum illegaler Drogen sind in Thailand und den umliegenden Ländern offiziell verboten. Das sich daran niemand haelt, der es will, ist klar. Vor allem Thailand leidet noch immer unter dem „schlechten“ Image über die Sexindustrie. In Bagkok ist aber einfach alles zu haben … die thaimassage mit Happy End ist da nur der Anfang … weitere Erläuterungen in meinem zukünftigen Bericht.
Drogen wurden mir vor allem in Kambodscha angeboten. Einige einfache Restaurantes bieten sogenannte Happy Menüs an, bei denen die Speisen mit Drogen verfeinert werden.

Sexviertel Patpong.

Gruß
Florian

Königskobra in der Schlangenfarm (Bangkok).

Sonnenuntergang in Bangkok.

Tourihoelle – schoenster Abenteuerspielplatz in Asien – The END

Fischen auch bei Regen (Laos).

Die letzten Busfahrten gingen doch etwas schneller, weil ich einen VIP Bus (den Koenig der Busse) erwischt habe, der gar nicht mal viel teurer war.

Dass Laos eines der aemsen Laender auf der Welt ist, merkt man bei der Fahrt durch das Land. Viele Flaechen sind zwar abgeholzt worden, aber liegen nun ungenutzt da, so dass sich dort der Wald wieder erholen kann. Den Menschen fehlt es zwar nicht an Nahrung, aber die Weiterentwicklung ist ins stocken gekommen. Ein Grund dafuer ist sicherlich, dass Laos offiziell eines der letzten kommunistischenLaender ist. Gefuehrt von einer Einparteienregierung, die immerhin einige Bereiche, wie das Bankenwesen und die private Wirtschaftstaetigkeit, gefoerdert hat.

Rechts oben am Gebaeude, nach kommunistischen Symbolen muss man suchen.

50m von der US-Botschaft entfernt ...

Laotischer Tourifotograf, der den Drucker mit sich herumtraegt.

Baugeruest

Moenche beim studieren.

In Vientiane steppt allerdings der Baer. Laos scheint noch ein kleines Paradies fuer partysuchende Traveller, Aussteiger und Alternative zu sein, denn nicht nur in der Hauptstadt gibt es eine Partymaile, sondern auch in der Stadt Vang Vieng geht es zu wie auf Mallorca …

Partyinsel. Die Gelegenheiten ein Bier zu geniessen sind unendlich. Mittags und bei dem schlechten Wetter ist hier aber noch nicht so viel los.

Fuer mich bleibt da nur die Flucht nach vorne. Motorrad ausleihen und die Gegend erkunden. Aufgrund des teilw. anhaltenden Regens allerdings keine einfache Aufgabe …

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Tja, hier muss der Blog leider ein Ende finden. Meine sorgfaeltig Auswahl der Computer hat nichts genutzt, denn nun wurde wieder eine meiner grossen vollen Spiecherkarten gefressen. Die obigen Bilder hatte ich bereis gestern hochgeladen. Ich hoffe nur, dass mir in Deutschland jmd. bei der Rettung der Bilder helfen kann. Auf jeden Fall habe ich hier keine Lust mehr Fotos hochzuladen, wenn immer wieder mal Karten unlesbar werden; sehr aergerlich!

THE END
Ohne Fotos keine Entraege mehr! Zurueck in Deutschland werde ich den naechsten Eintrag schreiben.

So long, ein sehr veraergerter
Florian

Geisterdorf

Nun, in den letzten Tagen hatte ich ein kleines Dorf am Rande eines Nationalparks besucht und dort auch eine Nacht verbracht. Bereits der Hinweg war abenteuerlich, weil die kleinen Strassen kaum passierbar waren.

Auf dem beschwerlichen Weg zum Dorf ...

Mehrmals haette es uns beinahe umgehauen, aber mein Fahrer konnte jedes Mal noch rechtzeitig die Maschine halten.
Mein Fahrer kannte jemanden in dem  Dorf, in dem etwa 30 Familien leben, und fragte ihn, ob ich bei ihnen uebernachten koennte. Als Schlafstelle wurde mir unter den Wohnraeumen eine Haengematte angeboten. Der erste Eindruck vom Dorf der Khmer Leou (Sammelbezeichnung der vercshiedenen Bergvoelker) war gespenstisch, denn es waren keine Leute zu sehen und auch mein Gastvater verliess das Dorf in Richtung Stadt. Als Begruendung hiess es nur, dass die Menschen alle auf den Feldern arbeiten oder zum Markt gelaufen sind, um ihre Waren zu verkaufen. Ok, so stand ich dann alleine unterm Haus und richtete mich ersteimal etwas ein.

Meine Unterkunft; im Hintergrund die Haengematte, auf der ich schlief.

Nachmittags erkundete ich dann das Dorf und schlich umher. Und siehe da, vor alem alte und Kinder bevoelkerten zu dieser Zeit die Hauser. Bei Reiswein liessen es sich einige Bewohner gut gehen und forderten mich prompt auf ihn auch zu probieren, bis ich dankend ablehnen musste, weil er mir sonst zu Kopf gestiegen waere. Verstaendigen konnten wir uns natuerlich nur mit Haenden und Fuessen, aber die Leute waren, wahrscheinlich auch aufgrund des Weines, gut drauf.
Fotografieren konnte ich eigentlich nur die Maenner, denen es nichts asmachte. Die Frauen wollten nicht fotografiert werden, obwohl gerade sie sehr interessant aussahen und grosse Loecher in ihren Ohren hatten, um dort kleine Plaettchen einzusetzen. Die Kinder gar flohen meistens vor mir.

Jeder wolte, dass ich aus seinem Pott Reiswein trinke ...

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Erst zwischen 17 und 18 Uhr kmen die ersten Leute vom Feld. Eine alte sehr faltige Frau kam mit einem schlurfenden Schritt, sichtlich erschoepft auf mich zu und nahm keine Kenntnis von mir. Worlos legte sie ihre Sachen beiseite und machte Feuer. Zwei Stunden spaeter war es dunkel und das Haus war voller Leben. Geschaetzte 25 Kinder und 10 bis 15 Erwachsene schlafen in dem Haus. Zuerst assen die Kinder, dann die Erwachsenen, wobei ich mit dem Gastvater zusammen essen durfte.

Haeuser der Khmer Leou.

Bereits waehrend des Essens wurde der Generator angeschmissen und eine Gluehbirne erleuchtete. Spaeter wurde zusammen Fernsehen geschaut. Mein Fahrer erzaehlte mir, dass Hilfsorganisationen Generatoren und Fernseher verteilt hatten. Man stellte fest, dass die Leute gerne Fernsehen und man sie so besser ueber Demokratie und Hygiene aufklaeren kann. Der Nebeneffekt ist natuerlich, dass abends ein Kungfu Film geschaut wurde. Gegen 21.30Uhr gingen dann die letzten Schlafen und der Generator schwieg wieder.

Hygienetafel von einer Hilfsorganisation an der Wand des Versammlungshauses.

Mir wurden zwei Jugendliche zur Bewachung beiseite gestellt, die ebenfalls in einer Haengematte neben mir schliefen. Die uebergrosse Fuersorge war natuerlich sehr nett, aber auch vollkommen ueberfluessig.
Die Nacht wurde nur dadurch gestoert, dass staendig irgendwelche Tiere Geraeusche machten. Die Schweine unter mir schmatzten, wie schon tagsueber, Hunde jaulten den Vollmond an und die Haehne fingen ab 4 Uhr frueh zu kraehen an. Das Leben in so einem Dorf ist ueberaus mittelalterlich. Und doch hat der Kontakt zur Zivilisation und den Hilfsorganisationen zu grossen Veraenderungen gefuehrt. Eigentlich lebten sie halbnomadisch. Die Regierung wollte aber, dass sie nicht mehr umherwandern und feste Huetten bauten. Daher unterscheiden sich ihre Haeuser nicht wirklich von denen anderer Menschen ausserhalb der Staedte.
Zum Abschluss habe ich frueh morgens, nachdem die meisten wieder das Dorf verlassen hatten, das Schlachten eines Schweines mitbekommen. Gerne haette ich darauf verzichtet, denn ohne Schusswaffe oder Bolzen ist das Toeten eines grossen Schweines keine einfache Sache und kann sich etwas hinziehen …

Buschdusche

Nach dem Besuch in Banlung habe ich mich in Richtung Laos aufgemacht und das Land zunaechst nicht sonderlich toll gefunden. Die ersten TukTuk-Fahrer waren ziemlich unfreundlich und sprachen mal wieder kein Wort Englisch. Mittelerweile hat sich das hier aber ein bisschen gelegt.

Schlafbus, den ich mal haette nehmen sollen, denn der lokale bracuhte fuer ca. 380km fast 12 Stunden ... eine endlose Odyssee.

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Freundliche Nudelsuppenverkaeuferin vor ihrem Restaurante.

Auf der letzten Tour im Bus traf ich einen netten Australier, der in China fuer eine UNI arbeitet und nun in den Semesterferien durch Asien reist. Er erklaerte mir unteranderem, dass man sich hier einfach ein Moped ohne Fuehrerschein  ausleihen kann. In Thailand wurde er sogar angehalten und zahlte etwas Schmiergeld, fuer das er dann sogar eine 9tages Lizenz zum Fahren bekam, echt verrueckt! Naja, da es hier in ca. 17km Entfernung schoene Hoehlen gibt, probierte ich es doch gleich einmal aus und siehe da, der Verleih kostet pro Tag 10 Dollar inkl. einer Einfuehrung in die Benutzung des Mopeds (die wirklich total einfach ist). Die Strecke war auch hier abseits der hauptstrasse recht schwer passierbar und ich konnte nur eine Hoehle von ca. 5 Hoehlen besuchen. Ein Foto von mir auf dem Moped habe ich irgendwie versaeumt zu machen. Bei naechster Gelegenheit werde ich mir aber wohl wieder eines ausleiehn. Es ist gegenueber dem Fahrrad eine tolle Fortbewegungsmoeglichkeit.

Weg zur Hoehle.

Die Hoehle war wirklich toll, von Innen beleuchtet und teilweise mit Stufen versehen, so dass man sie ohne Probleme alleine besichtigen kann.

Hoehleneingang, Ansicht von Innen.

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Auf der anderen Seite eine weitere Hoehle, die fuer mich nicht erreichbar war.

Morgen geht es weiter zur Hauptstadt von Laos, mit dem Localbus, der wahrscheinlich wieder Stunden brauchen wird … bis dahin alles Gute
Florian

Sonnenaufgang in Banlung.

Auf der Suche

Nun befinde ich mich in der sehr abgelegenen und zum Teil noch unerforschten Gegend Ratanakkir. In den Waeldern hier gibt es noch Tiger, Leoparden, Elefanten etc. Grosse Verbindungsstrassen gibt es nur zur Provinzhauptstadt. Der Tourismus ist nur wenig entwickelt. Dementsprechend schwer faellt es hier in die Bergdoerfer zu kommen. Ein weiteres Hindernis, das mich schon vor ein paar Tagen zurueckhielt entlegenere Doerfer mit dem Fahrrad zu besuchen, ist das Hochwasser.

Stelzenhaeuser bei Stung Treng.

Gluecklicherweise traf ich jedoch Mr. Free, der zufaellig Touren anbietet. Mit ihm fahre ich morgen etwas hinaus und werde in einem Dorf versuchen zu uebernachten.

In der Provinzstadt Banlung, wo ich gerade sitze, gibt es ebenfalls Schlangen und Insekten zu kaufen. Am Rande eines Restaurantes fiel mir noch folgendes Tier in den Blick …

Ich bleibe derweil bei den traditionellen Gerichten, wie zum Beispiel dem kambodianischen Amok …

Amok: Wuerzige Suppe mit Reis als Beilage.

Beliebt ist aber auch Fisch, so dass Jung und alt in Stung Treng abends fischen geht.

Beim Schlendern durch die etwas abseits der Stadt liegenden Strassen, hatte ich viele nette Begegnungen …

Nach Wuermern muss natuerlich jeder selber suchen …

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Bis in ein paar Tagen …
Florian

Sonnenuntergang in Stung Treng

Ich bin in Asien!

Kurzes Update heute, weil es morgen endlich in Richtung Norden geht und ich fuer die naechsten Tage eventuell nicht an einen Computer komme.

Zunaechst einmal habe ich heute mein Visum fuer Laos bekommen, so dass der Reise in dieses fantastische Land nichts mehr im Wege steht. Eigentlich wollte ich morgen einen Stopp in Skun machen, weil dieses Dorf fuer seine kulinarischen Spezialitaeten bekannt ist. Nachts fangen die Bewohner unter den Strassenlampen alle moeglichen Insekten und Fledermaeuse. In den Waeldern werden Spinnen und andere Tiere gejagt. All diese Tiere kommen dann auf den lokalen Markt. Nun fand ich aber praktisch in letzter Minute vorhin auch in Phnom Penh einen kleinen Stand, bei dem allerhand Getier angeboten wurde … mehr Infos, wie es geschmeckt hat etc. gibt es, wenn ich wieder zurueck bin.

Zum Foto: Leider wurde es bereits dunkel und die gute Frau wollte nicht so gerne fotografiert werden, so dass das Bild leider etwas verwackelt ist. Links unten die Taranteln, ansonsten allerhand Heuschrecken etc. Ich habe mir mal das eine oder andere von den Insekten einpacken lassen …

Kulinarische Besonderheiten.

Die Graeultaten von Pol Pot und seinem Regime wollte ich mir im Detail nicht ansehen. Bereits aus Ruanda weiss ich um die Brutalitaet des Menschen in Ausnahmesituationen. Aus diesem Grund besuchte ich nur ein Gefaengnis (S21), in dem Gegner gefoltert und meistens dabei auch getoetet wurden, und nicht eines der beruehmten Killing Fields.
Bei dem Gefaengnis handelt es sich um ein ehemaliges Schuleglaende. Zwischen 14000 und 20000 Menschen wurden hier gefoltert, untergebracht in kleinsten Zellen und Gruppenraeumen. Die Vietnamesen, die das Lager befreiteten, dokumentierten ebenso genau, wie es die Folterer zuvor gemacht haben. Daher gibt es viele Fotografien, die das Ausmass der Verbrechen veranschaulichen.

Galgen, an dem die Peiniger gefoltert wurden.

Mittags suchte ich mir einen netten Tuk Tuk-Fahrer und wollte mir ein Dorf auf einer Insel ansehen, wo die Frauen aus Seide Stoffe herstellen. Insgeheim hoffte ich, dort auch Seidenspinner zu finden und bei der Produktion der Seide zusehen zu koennen.

Mein TukTuk-Fahrer auf der Faehre ueber den Mekong.

Gefunbden haben wir ein paar Frauen, die gerade Stoffe webten. Leider gibt es aber seit 30Jahren keine Seidenspinner mehr. Die Seide wird auf dem Markt gekauft und von wo sie kommt, wusste mir keiner zu beantworten.

Weberin

Ueberhaupt macht die Kommunikation recht grosse Probleme, weil sich nicht viele Touristen hier aufhalten und deshalb nur wenig bis gar kein Englisch gesprochen wird.

Bis demnaechst von unterwegs
Florian