Trüber Blick auf Deutschlands größten Kugelgasbehälter

Der Wuppertaler Kugelgasbehälter galt zur Zeit seiner Erbauung 1958 als größter Kugelgasbehälter der Welt. Die Kugel ist noch immer in Betrieb und versorgt einen Großteil des Stadtgebiets mit Erdgas aus den Niederlanden.  Mit seinen 55000 Kubikmetern Volumen ist er Deutschlands größter Kugelgasbehälter.

Buchempfehlung – Erika Fatland: Sowjetistan

Ein Buch über die fünf ehemaligen Sowjetrepubliken Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan? Länder, mit denen ich kaum etwas verbinde. Glücklicherweise habe ich das Buch nicht im Regal verschwinden lassen, sondern in die Hand genommen und anschließend innerhalb von zwei Wochen durchgelesen.

Erika Fatland beginnt ihr Buch mit einem dreiseitigen, für mich sehr fesselnden, Prolog. Im weiteren Verlauf sind Fatlands Begegnungen in den von Touristen selten bereisten Ländern die große Stärke. Sie schreibt sehr anschaulich und mit einem kritischen Blick auf die Länder.

Etwas schwächer fallen meiner Meinung nach die Abschnitte über die Geschichte der Länder aus. Auch hier weiß Fatland mit interessanten und teilweise absurden Geschichten die kurzen Erzählungen aufzuwerten. Dennoch wollte ich lieber mehr von ihren Reiseerfahrungen und Begegnungen lesen.

Fazit: Dieses Buch ist wegen der abgelegenen Reiseregion und des sehr anschaulichen und unterhaltsamen Schreibstil ein Tipp im Segment der Reisereportage.

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Geschenkideen für Radfahrer

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Accessoires aus Fahrradschläuchen
Eine tolle Geschenkidee für Radverrückte sind Accessoires aus Fahrradschläuchen. Kreative SchneiderInnen bieten Hosengürtel, Taschen und noch viele andere Dinge an. Die Produkte sind ein Unikat und sicher auch ein Blickfang, denn es handelt sich oft um gebrauchte Schläuche mit  Gebrauchsspuren und aufgebrachten Flicken.

Individualisierter und auch deutlich günstiger wird es, wenn das Accessoires selber hergestellt wird. Nähanleitungen gibt es im Internet und defekte Fahrradschläuche kostenlos beim Fahrradhändler um die Ecke.

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Tee- oder Kaffeetasse
Tee- oder Kaffeetrinker freuen sich vielleicht über eine Tasse mit einem sportlichen Motiv. Meine liebste ist die von DUNOON, weil sie besonders groß ist und schöne Motive zeigt.

Im Zentrum steht ein klassischer Rennradfahrer. Außen herum werden unterschiedliche Radfahrer gezeigt, wie sie ein Rennen oder einen Berg hinab fahren. Hinzu kommen Dinge rund ums Radfahren (Flasche, Helm, Luftpumpe etc.). Kurze Texte erklären worum es sich jeweils handelt, z. B. „Wasserflasche schützt vor Dehydrierung“).

Im Inneren der Tasse sind noch einmal verschiedene Fahrräder, wie zum Beispiel Zeitfahrmaschine und Montainbike, dargestellt.

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Brooks Schulter Tasche
Meine letzte Vorstellung ist eine Tasche für Radfahrer. Es gibt viele verschiedene Hersteller von schönen und praktischen Fahrradtaschen. Besonders gefallen haben mir jedoch die von Brooks (z. B. Barbican Messenger oder Paddington Shoulder Bag). Meine Tasche benutze ich täglich für meine Arbeitsmaterialien und nicht nur beim Radfahren. Sie ist zwar sehr teuer, aber auch besonders robust. Das große Fach ist noch einmal geteilt. Je nach Modell gibt es im vorderen Bereich kleinere Fächer für Stifte und das Handy. An der Seite ist eine kleine und im Inneren eine größere Tasche mit Reißbverschluss untergebracht. Als Verschluss dient für das große Hauptfach ein starker Magnet.

Der Clou an der Tasche ist, dass sie nach dem Umhängen über die Schulter vorne um die Hüfte geschnallt werden kann, so dass sie sehr nah und angenehm am Körper anliegt und beim Radfahren nicht herumbaumelt. Schade ist, dass das Obermaterial zwar wasserfest ist, von der Seite her aber Regen o. ä. eindringen kann.

Viel Erfolg bei der Geschenkesuche
Florian

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Gewichtsprobleme – Meine Erfahrung mit der Polar Waage Balance

Bereits seit Weihnachten 2016 wird die Polar Waage „Balance“ bei uns im Haushalt benutzt. Sie löste unsere analoge Personenwaage ab. Ausschlaggebend für die Waage von Polar war die Verbindung zu meiner Uhr V800 sowie die in Berichten gelesene Genauigkeit.

Beim Auspacken fand ich die Waage etwas schwer. Das Design mit seiner großen und dicken Glasscheibe sieht jedoch sehr schick aus. Nach einem halben Jahr Benutzung und kleinen Kindern im Haushalt sind jedoch kleinste Macken bereits zu sehen.

Technisch finde ich die „Balance“ gut. Im Vergleich zu einer anderen digitalen Waage war diese genauer. Wir stellten im Laufe der Zeit fest, dass die Waage, wie viele andere vielleicht auch, auf kleinste Unebenheiten des Bodens  stark reagiert. Das gemessene Körpergewicht wich dann schon mal mehrere kg vom eigentlichen Gewicht ab. Ob die Genauigkeit im Laufe der Jahre abnehmen wird, kann ich nicht sagen. Bisher macht sie ihren Job jedoch gut.

In Polar Flow, das digitale Tagebuch von Polar, kann man sich ein Gewichtsziel setzen und erhält teilweise nützliche Tipps, um das Ziel zu erreichen.

Die Übertragung des Gewichts auf die Polar V800 Uhr klappt hervorragend. An der Uhr wird der Knopf unten links gedrückt gehalten und schon verbindet sie sich mit der Waage und das Gewicht wird übermittelt. Bei der nächsten Verbindung der Uhr mit dem Computer, werden die Daten mit übertragen. In Polar Flow ist die Entwicklung des Gewichts gut zu verfolgen. Man kann sich auch Ziele zum Abnehmen setzen, die am Computer verfolgt werden. Nach einer gewissen Laufzeit gibt es eine Auswertung, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht.

Mehr, als das Gewicht anzeigen und auf die Uhr zu übertragen kann Polars Waage jedoch nicht. Garmins Konkurrenzprodukt bietet da etwas mehr.

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Fazit: Die Polar Waage Balance ist ein nettes Spielzeug zur V800 oder einer anderen unterstützten Uhr. Für ihren regulären Preis kann sie meiner Meinung nach zu wenig. Im Angebot ist sie günstiger zu bekommen und war für mich so gerade annehmbar. Wer auf die Übertragung der Daten, die Gewichtsenwicklung oder eine andere Funktion keinen Wert legt, sollte sich bei einer andern digitalen Waage umsehen.

So long
Florian

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Buchempfehlung – Farin Urlaub: Unterwegs 3 und 4

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Farin Urlaub war mir lange Zeit nur als Musiker der Band Die Arzte bekannt. Auf der Suche nach Informationen zu seiner Person begegnete mir ein Hinweis zu seinem Fotobuch Unterwegs 3 und 4. Zu meiner Überraschung war es gar nicht Urlaubs erster Bildband, sondern bereits der dritte und vierte. Denn tatsächlich erschienen bereits Indien & Bhutan – Unterwegs 1 und Australien & Osttimor – Unterwegs 2 . Beide Bücher sind aktuell nur noch gebraucht und zu teilweise absurden Preisen zu erhalten.

Das aktuelle Buch ist nicht günstig, dafür jedoch als limitierte, signierte und in einem stabilen Schmuckschuber untergebrachte Sonderausgabe zu kaufen. Neben dem tollen Äußeren bietet auch der Inhalt viel. So handelt es sich bei der Ausgabe um zwei Fotobücher. Im ersten Buch geht es um die Reise vom Mittelmeer zum Golf von Guinea. Im zweiten vom Golf von Guinea nach Sansibar. Unterwegs macht Farin Urlaub halt in vielen verschiedenen afrikanischen Ländern und portraitiert meistens einen besonderen Schwerpunkt in seinen Büchern.

Eingeleitet wird jedes Kapitel / Land mit erzählungen und Gegebenheiten der Reise. In Namibia verschlägt es Urlaub zum Beispiel in ein Dorf der Himba. Jedoch nicht in eines, das regelmäßig von Touriaten besucht und bezahlt wird. Da Urlaub und seine Begleiter mit dem eigenen Wagen unterwegs sind, nehmen sie immer wieder Menschen mit, die eine Mitfahrgelegenheit suchen. So kommt es zu einem sehr persönlichen Kontakt zu zwei Himba Frauen, die ihn in ihr Dorf einladen. Die teils witzigen und teils anekdotischen Geschichten über seine Reise, verleihen den Fotografien den letzten Schliff.

Komme ich noch zu den Fotografien, die im Fotobuch nun mal den größten Raum einnehmen. Auch diese sind von sehr guter Qualität. Technisch wurden die Bilder mit einer analogen Mittelformatkamera gemacht und lassen keine Wünsche offen. Verglichen mit anderen Fotobüchern von professionellen Fotografen fehlt den Bildern teilweise die letzte Brillianz bzw. Aussage. Nicht jedes Foto finde ich beeindruckend und einmalig. In Kombination mit den Texten und dem Thema der Reise machen sie dennoch Sinn.

Fazit: Ein tolles Fotobuch mit interessanten Begleittexten. Wer mehr über den afrikanischen Kontinent erfahren möchte und den gerechtfertigten hohen Preis nicht scheut, sollte Farin Urlaubs Reise folgen.

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Besuch von Schloss Burg (Solingen, NRW)

Blick auf den Palas.


Am Donnerstag besuchte ich Schloss Burg in Solingen. Hierbei handelt es sich um eine im 19. Jahrhundert rekonstruierte Burg. Das Original wurde im 12. Jahrhundert von Graf Adolf II. von Berg, woher auch der Name des Landes „Bergisches Land“ stammt, auf Fundamenten einer vorherigen Anlage errichtet und diente als seine Stammburg.

Im dreißigjährigen Krieg wurde Schloss Burg durch schwedische Truppen von den umliegenden Hügeln aus belagert und starkt beschädigt. Über die Jarhunderte verfiel sie immer mehr und war im 19. Jahrhundert nur noch eine Ruine. Ein 1887 gegründeter Geschichtsverein veranlasste mit viel Geld in der Hand den Wiederaufbau. So entstand die größte rekonstruierte Burganlage in Nordrhein-Westfalen.

Heute kann die Burg im Rahmen eines Museums besichtigt werden. Ritterspiele und andere Veranstaltungen ergänzen das Programm rund um die Ritterzeit.
Weitere Informationen unter https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Burg.

Gründer der Burg, Adolf II. von Berg.

Der Rittersaal im Palas.

Um Schloss Burg zu erreichen kann man die Straße, einen Fußweg oder die Seilbahn benutzen.

Blick über die Wupper.

Drei Buchempfehlungen für Australien

Drei Bücher haben auf meiner Reise durch Nord- und Zentralaustralien einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Bruce Chatwin: Traumpfade
Das Standardwerk der Reiseliteratur für Australien. Mehr muss ich eigentlich nicht sagen.
Dennoch möchte ich erwähnen, dass Chatwin bereits 1987 über die Mythologie der australischen Ureinwohner in einem ausergewöhnlichen Sprachstil schrieb. Er verbindet seinen Reiseroman mit allerlei Anekdoten und Begegnungen. Es ist wohl keinem anderen gelungen die eigenständige Mythologie der Aboriginees und den Konflikt mit der Moderne auf dem Kontinent so detailiert und unterhaltsam zu beschreiben, wie es Chatwin vermag.
Meiner Meinung nach ist Chatwins Traumpfade ein absolutes Muss für jeden Australienreisenden, vielleicht sogar für jeden Reisenden überhaupt.

Bill Bryson: Frühstück mit Kängurus. Australische Abenteuer
Im Gegensatz zu Chatwin schlägt Bryson einen trockneren Ton an. Auch er schrieb einen Reiseroman, bei dem es zu vielen absurden und urkomischen Situationen kam. Insbesondere die vielen Begegnungen mit den Aussies führten zu schmunzelden Situationen. Hinzu kommen Begegnungen mit dem einen oder anderen gefährlichen Tier. Damit bildet das Buch einen guten Kontrast zu Chatwin.

Douglas Kennedy: Die Falle
Ein amerikanischer Journalist landet in Darwin (Stadt im Norden Australiens) und macht sich auf den Weg Australien zu bereisen. Was als Reiseabenteuer beginnt, wird schnell zu einem Horrortrip und einem kurzweiligen Lesevergnügen.
Kennedys Roman ist nur noch im gebrauchten Zustand zu erhalten, dafür aber teilweise für unter einen Euro (Stand Juli 2017). Den fiktiven Roman hatte ich in Australien innerhalb von zwei Tagen gelesen und fand ihn sehr unterhaltsam. Die Beschreibungen der Gegend und Menschen waren plausibel, der Verlauf der Geschichte erschien mir sehr übertrieben.
Gegen Ende meiner Reise traf ich jedoch einen älteren Australier, der mir gruselige Geschichten von vermissten Personen erzählte, die im Outback verloren gegangen sind. Ob seine detailierten Ausführungen nun der Wahrheit entsprachen oder nicht, ist letztenendes egal. Dennoch erhielt der Roman für mich dadurch eine ganz andere Qualität und schaffte es so auf meine Top Drei-Reiseliteratur-Liste für Australien.

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MPS – Mittelalterlich Phantasie Spectaculum Köln 2017

Der hässliche Hans und der Tod.

Wow, welch ein tolles Festival, das es schon seit vielen Jahren in ganz Deutschland gibt. Das „Mittelalterliche Phantasie Spectaculum“ (MPS) bot in Köln auf einer großen Fläche unzählige Attraktionen. Hinzu kamen viele aufwändig verkleidete Teilnehmer und ein tolles musikalisches Rahmenprogramm.

 

Buchempfehlung – Andreas Klotz et al.: Perle Afrikas – Impressionen aus Uganda

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Vor drei Jahren nahm ich das 208 Seiten lange Buch aus seinem Schuber und wurde von dessen angenehmen Bezugsstoff mit Prägung überrascht. Die acht amateur und semi-professionellen Fotografen machten nicht nur bei der Buchpräsentationen einen sehr guten Job, sondern auch auf ihrer knapp zwei wöchigen Rundreise durch Uganda. 

Das Buch ist in die vier Themenbereiche Land & Leute, Ruwenzori, Safari und Berggorillas unterteilt. Jeder Themenbereich wird mit einigen Informationen eingeleitet. Das Highlight sind die ausgewählten Fotografien, die die Tier- und Pflanzenwelt gut wiedergeben. Der Untertitel „Impressionen aus Uganda“ deutet schon darauf hin, dass es sich um einen Querschnitt handelt und die Themen „nur“ oberflächig portraitiert werden. Dennoch oder gerade deshalb nehme ich das Buch immer wieder gerne in die Hand und zeige es Freunden und Bekannten.

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Flughafen Düsseldorf – Zufällige Sichtung des Airbus A380

Auf der Besucherplattform des Düsseldorfer Flughafens tummelten sich am Montag auffällig viele Menschen. Schnell erreichte uns die Nachricht, dass sich das größte  zivile Passagierflugzeug, der Airbus A380, zum Start vorbereitete. Die Maschine von Emirates machte sich bereits wenige Minuten später auf den Weg zum Startfeld. Im Vergleich zu den anderen Flugzeugen rollte der Koloss  furchtbar lange dem Ende des Rollfeldes entgegen. Nur um sich sodann elegant zu erheben und den Boden zu verlassen.

Der A380 macht sich auf den Weg zum Startfeld.

Viele Zuschauer beobachteten den Start des „Stahlvogels“.

Es war ein interessantes Schauspiel den A380 im Vergleich zu normalen Flugzeugen starten zu sehen. Die Größe ist schon enorm und der Start verlief doch so unauffällig.

Infrarotfotos mit einer umgebauten Canon 5d

Hoya R72 Infrarotfilter. Klick auf das Bild für weitere Infos bei Amazon.

Seit zwei Jahren fotografiere ich nun schon mit dem Hoya R72 Infrarotfilter an einer Canon 5d Mark II. Die Ergebnisse sind jedes Mal faszinierend.

Bis zu einem bearbeiteten Infrarotfoto dauert es jedoch eine ganze Weile verglichen mit „gewöhnlichem“ Fotografieren. Wie ich in meinem Infrarottutorial bereits beschrieb, braucht man ein Stativ, um Verwacklungen bei ca. 25 sek. Belichtung zu vermeiden. Bewegen sich Blätter während einer Aufnahme, so sind sie im fertigen Bild unscharf. Aufgrund dieser Ansprüche gab es immer nur wenige Tage im Jahr, an denen ich Zeit und Lust für Infrarotaufnahmen hatte.

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Infrarotfoto mit einer Canon 5d Mark II und dem Hoya R72 Infrarotfilter. Oben: Aufnahme aus der Kamera; unten nach der Bildbearbeitung.

Neben Infrarotfiltern, die auf das benutzte Objektiv aufgeschraubt werden, gibt es auch die Möglichkeit den Tiefpassfilter, der vor dem Sensor einer Digitalkamera liegt, zu entfernen. Damit trifft nicht mehr nur das für den Menschen sichtbare Licht auf den Sensor, sondern auch Ultraviolett und Infrarot.

Meine „alte“ Canon 5d habe ich zu Optic Makkario geschickt, um sie umbauen zu lassen. Dort wurde statt des Tiefpassfilters ein Longpassfilter eingebaut, der nur Licht ab ca. 700nm (es sind unterschiedliche Filter möglich) durchlässt. Nun trifft vor allem Infrarot auf den Sensor und nur noch wenig für den Menschen sichtbares Licht. Darüber hinaus wurde der Autofokus der Kamera auf den neuen Filter kalibriert, so dass er perfekt funktioniert. Die Kamera funktioniert von der Handhabung her wie im ursprünglichen Zustand. Das aufgenommene Foto ist jedoch ein Infrarotfoto (s.u.).

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Infrarotfoto aufgenommen mit einer umgebauten Canon 5d. Oben: Aufnahme aus der Kamera; unten nach der Bildbearbeitung.

Die Ergebnisse der umgebauten Canon 5d gefallen mir im Vergleich zum Infrarotfilter an der 5d Mark II deutlich besser. Darüber hinaus sind die Fotos nun aus der Hand, also ohne Staiv, zu machen und daher auch bei leichtem Wind scharf.

Meine Vor- und Nachteile zum Umbau

Vorteile:
– viel kürzere Verschlusszeiten, wodurch das Fotografieren verwackelungsfrei „aus der Hand“ möglich ist.
– Zeitersparnis, weil kein Filter aufgeschraubt werden und nicht mehr mit einem Stativ fotografiert werden muss.
– Filter passen nur mit Hilfe von Adaptern auf alle meine Objektive; seit dem Umbau kann ich wieder alle Objektive ohne Einschränkungen benutzen.
– Der Autofokus funktioniert tadellos.

Nachteile:
– Der Umbau ist teuer. 2017 zahlte ich für den Umbau meiner Canon 5d etwa 400 Euro.
– Die Kamera ist nach dem Umbau spazialisiert und kann keine „normalen“ Fotos mehr machen.
– Die Herstellergarantie geht ggf. verloren (nachfragen!).

Bis denn
Florian

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Buchempfehlung – Tommy Jaud: Hummeldumm

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Klappentext: „Ein Höllentrip zwischen Feldbett und Funkloch! 9 Trottel mit albernen Sonnenhüten. 271 gar nicht mal so wilde Tiere. 3877 Kilometer Schotterpiste im Minibus. Und weit und breit kein Handynetz. „Ich drückte meine Nase ans Busfenster und blickte hinaus ins weite Land. Die Namibier winkten uns und lachten. Klar lachten sie, sie waren ja frei. Wir nicht. Wir waren die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolonialzeit.““

Kurzweiliger Roman, der endlich mal auf Reisegruppen eingeht, die in 14 Tagen durch ganz Namibia fahren, ohne das Land auch nur im Entferntesten kennnzulernen. Der Humor ist teilweise etwas Platt und der Plot vorhersehbar. Als Lektüre für zwischendurch aber sehr zu empfehlen. Besonders Menschen, die eventuell eine Gruppenreise planen, sollten dieses Buch zuvor gelesen haben. Kleine Wendungen in der Geschichte und einige schöne Phrasen, die schmunzeln lassen, machen das Buch interessant.

So long
Florian

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