„Ride the best, fuck the rest!“

Der Spruch des Tages vom Dienstag hat auch heute seine Bedeutung nicht verloren.

Endlich verfuegen wir ueber einen Internetzugang, allerdings ohne Cardreader, so dass es erst einmal keine Fotos von uns geben wird … Offizielle Bilder gibt es hier!

In Sonthofen war noch alles gut: das Wetter, die Motivation und unsere Koerper. Bei herlichem Sonnenschein startete die 1. Etappe nach Imst. Gegen Ende bekamen wir es dann auch mit dem ersten Pass zu tun und merkten gleich, dass das Sauerland nicht mit den Alpen zu vergleichen ist. Das Hahntennjoch machte uns schwer zu schaffen. Steile Rampen mussten bei sengender Hitze bewaeltigt werden.

Mittelerweile wissen wir, dass es jeder Pass, den wir befahren muessen, drauf hat. Die 2. Etappe fuehrte uns nach Ischgl und bereitete keine weiteren Probleme. Beide Etappen sind wir mit zwei netten Bremern zusammen gefahren, Alf und Jan.

Ab der 3. Etappe wutrden uns die beiden zu schnell und wir leissenes gemuetlicher angehen. Gestern ging es auf der laengsten Etappe nach Naturns. Die Paesse waren gut zu fahren und auch die Laenge (ca. 160km) war zu schaffen. Unterwegs wurde eine weitere Wasserstelle eingerichtet, weil das Fahren bei 35Grad Celsius in den Taelern extrem schwer faellt. Auf einer der letzten Abfahrten erwischte es mich dann und nur sehr knapp konnte ich einen Sturz vermeiden. Die Abfahrten haben es grundsaetzlich ziemlich in sich. Besonders die Kurven und Spitzkehren sind nicht zu unterschaetzen. Bisher verlief es bei uns ansonsten aber gut, waehrend es manch anderen schwerer erwischt hat.

Heute wurde es dann besonders anstrengend, denn es ging ueber das Stilfserjoch, fast 2800m hoch. Dieser Pass erforderte bereits alle meine Reserven. Anschliessend mussten wir jedoch noch zwei weitere Paesse fahren und schafftten dies nur sehr schwer. Besonders mir fehlte letztlich jede Kraft in den Beinen. Da die Ankunftszeit auf 18Uhr verlaengert wurde, kamen wir noch gerade rechtzeitig gegen 17.50 Uhr in das Ziel.

Damit haben wir bisher jeden Tag unser Mindestziel, naemlich das rechtzeitige ins Ziel kommen, erreicht.

Aktuell regnet es in Livigno recht heftig und auch fuer morgen ist Regen angesagt. Was die naesten Tage bringen, nachdem wir die laengste und hoehchste Etappe bereits bezwungen haben, wird sich zeigen.

Fotos werden sobald wie moeglich nachgereicht … damit viele Gruesse aus Italien und von der schwierigsten Tour Europas.

So long
Winfried und Florian

Werbeanzeigen

Check check check

Unser letzter Check vor der großen Tour. Das Material haben wir in den letzten Tagen ausgibig gewartet und teilweise ausgetauscht.

Abgenutzte Schuhplatte

MRT-Aufnahme des rechten Knies von Florian

Mehr Gedanken und vor allem Sorgen mache ich mir um unsere Gesundheit. Während des harten Trainings hatte jeder von uns beiden so seine Probleme. Winfried wurde mit 30km/h von einem Auto erfasst und verletzte sich glücklicherweise nur leicht. Bei mir hielt das Knie zwischendurch den Belastungen nicht ganz stand.
Ob unsere Körper die sieben Tage Dauerbelastung aushalten werden, wird sich zeigen.

GPS-Infos von Winfried vor und kurz nach dem Sturz!

Das letzte Training führte uns dann mal wieder ins schöne Sauerland. Ansatzweise kamen wir an die Kilometer und Höhenmeter, die uns auf der Tour erwarten, heran.  Auch die Höchstgeschwindigkeit mit über 82km/h sollte uns auf die Alpen gut vorbereitet haben.Auf dem Kahlen Asten!

Hauptsache die Sitzcreme kühlt gut 😉

Der nächste Eintrag im Blog wird vor Ort geschrieben.
So long
Florian