Buchtipp – Veronika Pavel: Australien. Osten und Zentrum

Ich habe diesen Reiseführer 2012 bei der Durchquerung des Northern Territory benutzt. Bereits bei der Planung suchte ich mir Orte und Sehenswürdigkeiten heraus, die ich vor Ort so vorfand. Die angegebenen Informationen sind manchmal etwas kanpp, aber es fanden sich zu allen Orten, die ich bereiste, welche.

Die Karten erfüllten für die Planung ihren Zweck. Vor Ort benutzten wir jedoch ausschließlich die Karten vom Camperverleih, weil diese größer, übersichtlicher und informativer waren.

Ein kleines Manko des Reiseführers ist, dass die Kimberleys nicht mehr erwähnt werden, weil sie zu weit im Westen liegen. Bei genügend Zeit sollte das Gebirge nicht ausgelassen werden, so dass dann ein zweiter Reiseführer mitgenommen werden muss.

Fazit: Der Reiseführer hat sich im Northern Territory bewährt und ich empfehle ihn gerne weiter.

Hinweis: Mit einem Klick auf das obige Bild kommt man zu der von mir rezensierten Versionen auf Amazon. Bei einem Kauf über den Link wird meine Seite von Amazon finanziell unterstützt.

Advertisements

„Please Arrive Alive“ (Schild im Qutback)

Manche Zeltplätze lassen sich etwas einfallen …

Auf der Straße

Über weite Strecken führt die Straße nur geradeaus. Links und rechts stehen knorrige Bäume auf roter Erde. Nach wenigen Minuten kommt es mir so vor als würde eine Fototapete an uns vorbei ziehen. Da kann es auf makabre Weise schon interessant werden die Kängurukadaver auf und an der Straße zu zählen. In sämtlicher Literatur und unseren Hinweisen zum Camper wird ausdrücklich vor Nachtfahrten gewarnt. Ein Bekannter von mir wurde bei 30km/h sogar von einem Känguru überholt, als sich dieses dann vor seinen Wagen warf. Ich kann nur vermuten, dass die Kängurus entweder selbstmordgefährdet sind oder unter Drogen stehen.

Wir fuhren bisher nur tagsüber und sahen bisher keine Kängurus; überhaupt wenige Tiere. Es gibt jedoch immer wieder Gebiete, in denen die Feuerwehr Buschfeuer legt und kontrolliert abbrennen lässt. Alles als Vorsorgemaßnahme vor der großen Trockenheit ab Ende August / Anfang September.

Für mich sehr staunenswert bei dem eher wenigen Verkehr von Nord nach Süd und umgekehrt sind die langen Roadtrains, also bis zu 50m lange Trucks mit ihren Anhängern.

Roadtrain

Drei – Cutta Cutta, Bitter Waters & Teufelsmurmeln

Abseits der Straße kamen wir an drei sehenswerten Stellen vorbei. Zunächst besuchten wir nach der Stadt Katherine die Cutta Cutta Höhlen. Cutta bedeutet bei den in diesem Gebiet lebenden Aborigines viele Sterne. Cutta Cutta steht also für ganz viele Sterne. Beim Betreten der Höhle funktionierte die Beleuchtung nicht. Unsere Führerin versuchte fast verzweifelt die Lichter über eine Fernbedienung anzuschalten, bis es dann am Hauptschalter endlich ging. Erst danach eröffnete sich für uns, woher die Höhle ihren Namen hat. An einzelnen Felsformationen haben sich Kristalle gebildet, die bei Beleuchtung wie Sterne strahlen.

Eingang zur Höhle.

Der Eingang der Cutta Cutta Höhle liegt versteckt und es gibt keine Anzeichen, dass Aborigines vor den Europäern in der Höhle gewesen sind. Sie ist etwa 400 m lang und besteht aus mehreren größeren Hallen, die über enge Verbindungsgänge verbunden sind. Wir konnten nur etwa 200 m tief in die Höhle gehen, weil danach  das Gelände schwieriger zu begehen wird und sich viele Tiere (Schlangen, mehrere Fledermausarten, Frösche etc.) in den hinteren Teil zurückgezogen haben.

Das Gesicht soll den Finder der Höhle zeigen; manche sehen darin aber auch Mr Burns von den Simpsons …

Wir haben den Garten Eden gefunden! Auf dem 500 m langen Weg dorthin flüchtete in letzter Sekunde eine ca. 1,5 m lange braune Schlange in das Unterholz. Dann öffnete sich der Wald ein kleines bisschen und vor uns floss ein kleiner Fluss, in dem Menschen badeten. Der Reiseführer gibt an, dass das Wasser badewannenwarm sein soll. Nach dem Sprung ins Wasser kann ich das nur bestätigen (Wassertemperatur zwischen 30 und 35°C). Es ist der absolute Wahnsinn sich inmitten tropischer Vegetation von einer leichten Strömung den kleinen Fluss hinabtreiben zu lassen. Neben den Stimmen der Vögel waren am Ufer Spinnen und ein Waran zu entdecken. Der Fluss wird Bitter Waters genannt, weil das Wasser etwas bitter schmeckt. Auffälliger war mir dagegen, dass die Luft am Wasser, obwohl dieses kristallklar ist, einen leicht moderigen Geruch hat.

Das australische Land, so wie wir es kennen, wurde von der Regenbogenschlange so gestaltet. Sie zog durchs Land und hat mit ihren schlängelnden Bewegungen Schluchten, Täler und Flüsse erschaffen, so dass sich Menschen dort aufhalten konnten. Überbleibsel sind auch ihre Eier, die von den Weißen aufgrund ihrer Farbe jedoch Teufelsmurmeln genannt werden. Passend zur Geschichte der Aborigines schlängelte uns auf dem Weg dorthin eine Schlange über die Straße.

Dingo auf dem Parkplatz.

Viele Grüße nach Deutschland
Florian

Das nächste Ziel haben wir beim veröffentlichen dieses Beitrags bereits vor Augen. Coming soon!

Der Uluru!

Beer Can Regatta – Darwins Sehenswürdigkeiten *UPDATE*

Unsere Unterkunft

Vor der Reise haben wir unsere Unterkunft bereits gebucht. In der ersten Nacht waren wir in einem Doppelzimmer untergebracht. Das Zimmer in einem Hostel kostete knapp 60$ und war leider kein ruhiger Ort. Total übermüdet wollten wir nur schlafen und kamen dank lauter Musik und Geräuschen nur langsam zur Ruhe.

Unser nächstes Hostel ist das Cillis Backpacker gewesen und lag direkt gegenüber des ersten. Es bot trotz Vierbettzimmer einen ruHier nachträglich ein paar Eidrücke aus Darwin und dem berühmten Beer Can Rennen …higeren, sauberen und entspannteren Aufenthalt. Dank großer Gemeinschaftsküche (ich fühle mich an meine Studentenzeit erinnert) bereiten wir unser Essen selber zu und weichen damit den astronomischen Preisen etwas aus.

Darwin ist nicht besonders groß, so dass sie sich sehr leicht zu Fuß erkunden lässt …

Beer Can Regatta

Nun haben wir drei Tage in Darwin verbracht. Die Stadt, die nach Charles Darwin benannt ist, bietet eigentlich nichts. Kleinere Sehenswürdigkeiten sind zwar vorhanden, aber erwähnenswert ist nur die jährlich stattfindende Beer Can Regatta. Dabei werden Floße und Boote aus leeren Bierdosen zusammengebaut und treten bei der Regatt gegeneinander an.

Am Tag zuvor merkten wir bereits, dass einigen Gruppen noch Bierdosen fehlten, so viel wie getrunken wurde …

Sehenswürdigkeiten in Darwin

Spinne im Botanischen Garten von Darwin.

Park in Darwin.

In Darwin geben sich die Rucksackreisenden die Hand. Einige reisen aus Asien an, um von hier aus ins Outback und den Kakadu-Nationalpark zu fahren, oder aber um Arbeit zu suchen. Andere haben die Reisen bereits hinter sich, verkaufen ihre Autos und fliegen dann nach Asien oder wieder nach Hause. Auffällig ist hier der Hang einiger weniger Leute zur Chiceria. Mit teuren und feinen Outfits passen sie irgendwie nicht in diese trostlose Stadt, die nur eine handvoll Bars und Nachtcafes bietet.

Den nächsten Eintrag gibt es von unterwegs, hoffentlich dem Kakadu-Nationalpark, unserem ersten Ziel.

Bis denn
Florian